Sanierung von Kaminen

Ein beschädigter Kamin stellt eine Gefahr für ein Gebäude und für all die Menschen dar, die darin wohnen. Dazu kommt, dass er die Umwelt über Gebühr belastet. Stellt man demnach bei einer Inspektion Schäden fest, muss ein Kamin saniert werden.

Dank unserer Ausrüstung können wir Schäden an Kaminen schnell und zuverlässig orten und deren Ausmaß treffgenau schätzen. Dies hilft uns wiederum, die Sanierung eines Kamins und all die dafür notwendigen Arbeiten fachgerecht zu planen. Unser Ziel ist dabei ein einfaches: Sie, Ihre Lieben und Ihre Umwelt zu schützen.

Videoinspektion von Kaminen

Schäden an Kaminen festzustellen, ist nicht ganz einfach. Die Videoinspektion eines Kamins ist dabei die zentrale Maßnahme, mit der wir den Zustand eines Kamins abklären. Dabei inspizieren wir mit einer leichten, flexiblen Videokamera jeden Quadratzentimeter eines Kamins, um Schäden oder Risse feststellen zu können.

Diese Akribie erklärt sich ganz einfach: Schäden oder Verstopfungen des Kamins bergen enorme Gefahren. Rußansammlungen etwa können einen Kaminbrand auslösen, Risse dagegen für den Austritt von Kohlenmonoxid sorgen, das – wenn es in die Räume gelangt – mitunter tödlich sein kann.

Was bezweckt man mit der Videoinspektion eines Kamins?

Mit Hilfe der Videoinspektion eines Kamins können wir eine Reihe von Parametern kontrollieren:

  • Verstopfungen oder Verkrustungen des Kamins durch Ruß,
  • Risse oder Schäden im Mauerwerk des Kamins,
  • das eventuelle Sich-Lösen von Teilen des Kamins,
  • Kurven oder Veränderungen des Durchmessers des Rauchabzugs,
  • irreguläre oder nicht genehmigte Anschlüsse an den Kamin,
  • das Vorhandensein von Vogelnestern, die den Kamin verstopfen können,
  • jegliche andere Unregelmäßigkeit, die eine Gefahr darstellen könnte.

Wann immer wir per Videoinspektion auf eines dieser Probleme stoßen, muss es möglichst umgehend beseitigt werden. Manchmal genügt das fachkundige Kehren des Kamins oder eine weitergehende Wartung. Manch anderes Mal ist allerdings ein tiefergehender Eingriff notwendig, etwa das Einziehen eines Kaminrohrs oder die Sanierung des Rauchabzugs.

Die Kontrolle der Abdichtung eines Kamins

Die Abdichtung eines Kamins gehört zu den wichtigsten Merkmalen, wenn es um die Sicherheit einer Heizanlage geht. Vorab dazu eine Definition: Unter Abdichtung versteht man grundsätzlich die Fähigkeit eines Behältnisses, das Austreten von Flüssigkeiten, Gasen oder Dämpfen zu verhindern.

Beim Kamin ist das nicht anders: Ein Kamin ist in das Mauerwerk eines Gebäudes integriert oder an dieses angebaut, um die bei der Verbrennung in der Heizanlage entstehenden Emissionen nach außen zu leiten. Sollte der Kamin undicht sein, können Gase das Mauerwerk durchdringen und in die Räumlichkeiten gelangen. Das stellt vor allem bei Kohlenmonoxid eine tödliche Gefahr dar.

Schon daraus wird ersichtlich, wie wichtig die regelmäßige Kontrolle der Abdichtung eines Kamins ist, um jegliches Austreten von Gasen zu verhindern.

Wie wird die Abdichtung eines Kamins getestet?

Getestet wird die Abdichtung eines Kamins mit Hilfe eines dafür vorgesehenen Manometers. Dieses wird in den Kamin eingeführt und dieser danach von oben abgedichtet.

Ist dies geschehen, wird Luft in den Kamin gepumpt, worauf man mit Hilfe des Manometers messen kann, wie viel Liter Luft durch den abgedichteten Kamin entweichen. Bei Kaminen mit Unterdruck, wie sie etwa typisch sind für Anlagen, die mit Holz oder Pellets betrieben werden, wird ein Luftverlust von höchstens 2 dm³/(s:m2) toleriert, und zwar gemessen bei einem Druck von 40 Pa. Weit geringer ist der tolerierte Verlust bei Kaminen mit Überdruck (meist solchen, die abseits von Gebäuden stehen): Für sie gilt ein Höchstwert von 0,12 dm³/(s:m2) bei einem Druck von 200 Pa.

Sollten diese Werte bei der Messung überschritten werden, muss eingegriffen werden. Je nachdem, welche Schäden festgestellt werden und um welchen Typ Kamin es sich handelt, entscheiden wir, ob ein Kaminrohr eingezogen wird oder der Kamin erneuert werden muss.

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Einziehen eines Kaminrohrs
Was geschieht beim Einziehen eines Kaminrohrs?

Das Einziehen eines Kaminrohrs ist eine Maßnahme, die notwendig wird, wenn wir bei einer Videoinspektion und/oder bei der Kontrolle der Abdichtung eines Kamins strukturelle Schäden entdecken.

Im Fachjargon spricht man dann von einem Rohreinzug, das System, das dadurch entsteht ist ein „Kamin durch Innenrohreinzug“, der gesetzlich klare Vorgaben erfüllen muss. So schreiben die Regelung vor:

„Als Rohreinzug definiert man den Einzug eines Innenrohres in einen bestehenden Schacht, entweder bei Sanierung oder bei einem Neubau. Der Schacht muss aus nicht brennbaren Materialien bestehen. Das Einzugsrohr muss für den jeweiligen Einsatzbereich mit CE-Zertifikat nach einer einschlägigen Produktnorm oder mit der Besonderen Europäischen Zulassung ETA zertifiziert sein. Es muss sich ausdehnen können.“

Wird ein Innenrohr eingezogen, dient der bestehende Schacht lediglich als Raum für ein neues Kaminrohr, das – je nach Notwendigkeiten – aus Inoxstahl oder aus Polypropylen besteht.

All diese Vorgaben dienen uns bei Terein immer dann als Richtschnur, wenn wir einem Kunden das Einziehen eines Kaminrohrs vorschlagen. Wir haben eine Menge Erfahrung mit den dabei anfallenden Arbeiten und stellen nach deren Abschluss auch die notwendige Konformitätserklärung aus.

Die Sanierung eines Kamins

Die Sanierung eines Kamins kann dann notwendig werden, wenn wir bei einer Videoinspektion und/oder bei der Kontrolle der Abdichtung eines Kamins strukturelle Schäden am Kamin feststellen. Es geht um Klüfte, Risse, Verformungen oder andere Schäden, die die Funktionsweise eines Kamins beeinträchtigen und deshalb behoben werden müssen.

Für die Sanierung eines Kamins stehen unterschiedlichste Möglichkeiten offen. In den allermeisten Fällen kommen dabei besondere Baumaterialien zum Einsatz, in erster Linie Schamotteziegel und Keramik. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass all diese Materialien den EU-Vorgaben entsprechen, also mit der CE-Kennzeichnung versehen sind.

Wie schon der Blick auf die verwendeten Materialien zeigt, gilt der Isolierung der Oberflächen eines Kamins ein ganz besonderes Augenmerk. Schließlich zieht Rauch mit einer Temperatur von 150 bis 300 Grad durch den Rauchabzug, weshalb eine fachkundige Isolierung Schäden vorbeugt und Risiken minimiert – auch dann, wenn etwa eine kleinere Ansammlung Ruß Feuer fängt.

Am Ende der Arbeiten zur Sanierung eines Kamins stellt unser Personal die notwendigen Erklärungen aus, mit denen das korrekte Funktionieren der Heizanlage dokumentiert wird.